Um die Battlefield Serie gibt es derzeit viele Diskussionen. Das Entwicklerstudio Dice hat die Traditionsserie, die bisher eher für die Fans von großen Schlachtfeldern und Teamplay als Referenz galt, in mehrere kleine Projekte aufgeteilt, die diesem Ruf alle scheinbar nicht mehr gerecht werden können. Einer dieser Ableger ist Battlefield Heroes, dass in Kürze erscheinen wird und sich wohl am weitesten von den bisherigen Serienteilen absetzt. Ich habe mir einen der Betakeys geschnappt und mich heldenhaft in die Schlacht zwischen Royal Army und National Army gestürtzt um euch ein paar meiner Eindrücke schildern zu können.
Der Aufschrei war groß, als Dice den nächsten Teil der Battlefield Serie ankündigte. Die harten Fakten führten zu regelrechten Proteststürmen in den Foren des weltweiten Cybernetzes: Keine Squads, keine Commander, im Vergleich winzige Areale, Realismus adè, Perspektivenwechsel in die dritte Person und dazu noch ein Comiclook. Kann sich das noch wie ein echtes Battlefield anfühlen? Die schlicht und ergreifend einfache Antwort ist: Nein!
Dies heißt allerdings keines Falls, dass Battlefield Heroes ein schlechtes Spiel sei und bevor wir jetzt näher auf die Einzelheiten des Gameplays eingehen, soll hier nochmal der für die meisten wahrscheinlich interessanteste Aspekt des Spiels erwähnt sein (auch wenn dieser in meine persönliche Wertung nicht mit ein geht): Das Spiel ist kostenlos und finanziert sich über sogenanntes Micropayment. Das heißt, dass jeder das Spiel kostenlos herunterladen und spielen kann, man sich aber mit ein wenig Zaster im internen Shop, Items für harte Währung kaufen kann um seinen Charakter individueller zu gestalten. Hier gibt es zahlreiche Möglichkeiten, die von der Baseballcap bis zu Ringelstrümpfen kaum Wünsche übrig lassen.
Ihr seht schon: Battlefield Heroes nimmt sich selbst nicht all zu ernst und es wird ganz deutlich eine andere Zielgruppe als in früheren Spielen von Dice angesprochen. Der typische Heroes-Spieler wird wahrscheinlich eher gelegentlich als regelmäßig zu Tastatur und Maus greifen, denn für einen Hardcoregamer dürften die Spielmechaniken zu schnell durchschaut und die Areal zu schnell bis ins letzte Eck erforscht sein. Dieser gibt es im Moment noch reichlich wenig und wenn Dice Spieler für länger als 3Wochen an den Bildschirm fesseln will, sollte hier schleunigst für Nachschub gesorgt werden.