Was kommt dabei heraus, wenn man Wolverine mit Nico Bellic paart, mit deren Abkömmling Gentests betreibt und ihm Altair zum Lehrmeister gibt? Alex Mercer, seines Zeichens Protagonist des Actionspiels "Prototype" von Radical Entertainment. Dass eine so explosive Mischung Probleme mit der USK bekommt, war ja klar, deshalb musste für diesen Bericht erneut der österreichische Importhändler meines Vertrauens herhalten.

Die Einzelteile von Prototype kommen einem ziemlich bekannt vor. Das frei erkundbare New York, könnte direkt aus GTA4 kommen, die Art der Nebenaufträge und das Freiheitsgefühl beim Erkunden der Häuserschluchten ist stark an Assasins Creed angelehnt und das Kampfsystem ist dem aus X-Men Origins: Wolverine sehr ähnlich. Nicht die schlechtesten Vorbilder... Das erstaunliche dabei ist, dass Radical es tatsächlich geschafft hat, dass sich das ganze anfühlt als sei es aus einem Guss.


Story

Das Spiel hält sich nicht lange mit einleitenden Worten auf, sondern wirft einen, nach einem kleinen Renderfilmchen, sofort mitten ins Kampfgeschehen. Dieser erste Kampf, inmitten einer Häuserschlucht, gegen Soldaten, Monster und sogar Panzer macht gleich ziemlich deutlich, warum Prototype in Deutschland so nicht erscheinen wird. Gegner werden von den Alex` Klauen in Stücke gerissen und falls bei einem Angriff zufällig gerade ein Passant im Weg steht, so wird dieser einfach gnadenlos mit ins Verderben gestürtzt.

Zu Beginn wirkt das ganze Szenario ziemlich verwirrend. Unbekannte Soldaten verfolgen einen jungen Mann, der seine Gliedmaßen nach belieben verformen kann und für den 200m Sprünge überhaupt kein Problem sind. Plötlich taucht noch eine dritte Partei auf: Muskelbepackte Mutanten greifen alles an, was sich auf ihrem Weg befindet. Ob Soldaten oder Alex ist ihnen vollkommen egal. Und begutachtet man die vermeindlich unschuldigen Passanten, die in Massen auf der Straße herumlungern mal etwas genauer, so fällt einem auf, das auch mit ihnen etwas nicht zu stimmen scheint.

Zum Glück zerstreut das Spiel einen Großteil der über dem Kopf des Spielers aufgetauchten Fragezeichen damit, dass nach der Einleitungsaction, die Handlung noch einmal um 18 Tage zurückgespult wird. Alex ist tot... Zumindest denken das die beiden Gestalten die sich in Isolationsanzügen über ihn beugen. Doch plötzlich erwacht Alex und versucht, vollkommen verstört, aus dem Gebäude zu entkommen. Nach der Flucht erfährt man, dass Alex sein Gedächtnis verloren zu haben scheint. Aber hey, um diese Lücken wieder zu schließen sind wir ja schließlich da!